Wissenswertes

Was ist Hypnose?

Das Wort Hypnose kommt aus dem altgriechischen und bedeutet so viel wie „Schlaf“. Es handelt sich um einen „schlafähnlichen“ Zustand - eine sogenannte Trance.

In der hypnotischen Trance ist unsere Aufmerksamkeit alleine auf den Hypnotiseur gerichtet. Dies führt zu einer gesteigerten Aufmerksamkeit, genauso wie wir dies auch erleben, wenn wir einen spannenden Film anschauen oder ein fesselndes Buch lesen.

Unsere Aufmerksamkeit/Konzentration ist in dieser Situation deutlich erhöht und somit auf das Wesentliche fokussiert - andere Dinge um uns herum verlieren an Wichtigkeit.

Ebenso haben z.B. blinde Menschen ein gesteigertes Empfinden für intakte Sinne (Fühlen oder Riechen). Verlieren wir ein Sinnesorgan, so hat der Mensch die physiologische Eigenschaft, die noch vorhandenen Sinnesorgane zu schärfen (medizinische Ressourcentheorie).

Mit anderen Worten: es steht die gleiche “Kapazität“ für weniger Bereiche (Sinnesorgane) zur Verfügung, so dass dann die noch vorhandenen Bereiche prozentual mehr Leistung erhalten und es zu einer gesteigerten Leistung kommt.

Die Frage, ob man aus der Hypnose nicht mehr aufwacht oder sich an nichts mehr erinnern kann, können Sie sich nun selbst beantworten – hatten Sie schon einmal das Gefühl, aus dem Kino nicht rausgehen zu können?

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Bewusstseinsbereiche

In der Hypnose unterscheiden wir 3 unterschiedliche Bewusstseinsbereiche:

  1. das Wachbewusstsein
  2. das Un(ter)bewusstsein
  3. das Trancebewusstsein

a) Im Wachbewusstsein (WB) findet das analytische Denken statt. Alles wird bewusst erlebt und bedacht. Stellen Sie sich vor, sie fahren eine Strecke mit dem Auto, die Sie zuvor noch nie gefahren sind – Ihre ganze Aufmerksamkeit ist gefragt.

b) Mit Hilfe des Unterbewusstseins oder aber auch Unbewusstseins (UB) werden wir durch unsere Vorerfahrungen gelenkt. Wir vollziehen alltägliche Handlungen, ohne dass es uns bewusst ist (oder denken Sie beim Laufen darüber nach welcher Fuß jetzt an der Reihe ist?). Die Erfahrungen entwickeln sich bereits in der ganz frühen Lebensphase und bauen aufeinander auf, in etwa so wie ein Baum mit nach oben hin immer enger werdendem Geäst. Ja, alles was wir mit unseren fünf Sinnen wahrnehmen wird wie auf einer “Festplatte“ gespeichert. Positives und leider auch Negatives.

Und daher werden Sie gleich verstehen wie sich eine Erkrankung manifestiert.

Entwicklung einer therapiebedürftigen Erkrankung:
In unserem Gedächnis werden nicht nur positive, sondern auch negative Einflüsse festgeschrieben. Handelt es sich nur um einzelne negative Einflüsse, sind wir in der Lage, diese mit unseren positiven Vorerfahrungen zu werten und können gut damit leben. Bekommen wir jedoch zu einem Thema zu viele negative Einflüsse, kann es sein, dass sich ein Problem manifestiert. Z.B. ist Angst erst einmal eine normale Eigenschaft unseres Körpers, welche die Funktion hat, uns zu schützen. Nimmt diese Angst aber überhand und schränkt uns in unserem alltäglichen Leben zunehmend ein, hat sie ihre Funktion als Warnsignal verloren und sollte frühestmöglich behandelt werden.

c) Das Trancebewusstsein (TB) beschreibt die Vorstellungsebene. Diese Bewusstseinsebene machen wir uns in der Hypnosetherapie zu nutze, da hier sehr gut auf das UB zugegriffen werden kann. Vielleicht kennen Sie den Moment morgens, kurz bevor der Wecker klingelt bereits “wach“ zu sein. Man kann seine Gedanken bewusst steuern, liegt noch mit geschlossenen Augen im Bett. Sich zu einem späteren Zeitpunkt an seine Gedanken zu erinnern ist ohne Probleme möglich. Diesen Zustand können Sie in etwa mit dem, den wir in der Hypnose erleben, vergleichen.

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